Berlin ist eine vielfältige Stadt. Menschen unterschiedlichen Alters, unterschiedlicher Herkunft und mit verschiedenen Familienformen leben hier zusammen. Diese Bevölkerungsdiversität steht im Zentrum der Forschung des Einstein Center Population Diversity (ECPD). Das ECPD ist ein interdisziplinäres Forschungszentrum in Berlin. Es wird von der Einstein Stiftung Berlin, einer Stiftung des Landes Berlin, gefördert. Doch wie erleben diese unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen ihre Stadt? Welche Herausforderungen bewegen die Berliner:innen und unterscheiden sich ihre Sorgen je nach Alter, sozialer Lage, Herkunft oder Wohnort? Die Studie „Die Zukunft Berlins“ geht diesen Fragen nach und zeigt, wo Sorgen die Stadtgesellschaft verbinden und wo sich deutliche Unterschiede zeigen.
Das Thema Wohnen ist derzeit Berlins größte Sorge
Welche Probleme beschäftigen die Berliner:innen in ihrer Stadt besonders? Die Studie „Die Zukunft Berlins“ zeichnet hier ein klares Bild: Die Sorgen sind vielfältig; doch ein Thema sticht deutlich hervor. Wohnen spielt in einer eigenen Liga. 77 Prozent der Befragten bezeichnen die Wohnsituation als sehr großes Problem, weitere 18 Prozent als eher großes Problem (siehe Tabelle 1). Insgesamt sehen damit etwa 95 Prozent der Berliner:innen die Wohnsituation als ernstes Problem. Wer nach einem gesellschaftlichen Konsens in Berlin sucht, findet ihn also beim Wohnen: Weniger als fünf Prozent der Befragten halten die Wohnsituation lediglich für ein kleineres oder gar kein Problem. Kaum ein anderes Thema wird von den Berliner:innen so einhellig als Herausforderung wahrgenommen.
