In diesem Beitrag wird das Konzept vom guten Leben vor dem Hintergrund durch Rassismus hervorgebrachter Ungleichheiten in der Gesundheitsversorgung diskutiert. Es wird gezeigt, wie Rassismus – als Ausdruck gesellschaftlicher Dominanzverhältnisse – erhebliche gesundheitliche Ungleichheiten hervorbringt, einen negativen Effekt auf Gesundheit hat und sich auf die (Re-)Produktion von Zugangsbarrieren zur als auch auf die Qualität der Gesundheitsversorgung auswirkt. Das übergeordnete Ziel des Beitrags ist es, eine reflexive Diskussion darüber anzuregen, wie der gleichberechtigte Zugang zu Ressourcen und Chancen – als grundlegende Voraussetzung für ein gutes Leben − in allen gesellschaftlichen Lebensbereichen und für alle Menschen ermöglicht werden kann.